Liebe Leserinnen
und Leser,
Der Monatsspruch für den September steht im 4. Kapitel des Predigerbuches
und lautet:
„Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fäuste voll Mühe und
Haschen nach Wind.“
Wie sehr strebt der Mensch
mit beiden Fäusten voller Mühe nach Dingen, die letztlich nichts als Wind
sind? Wie oft sind wir im
Aktionismus gefangen? Wie häufig handeln wir, ohne darüber
nachzu-denken?
Der Prediger zeigt uns
einen anderen Weg. Es ist besser, eine Hand voll Ruhe zu haben und darüber
nachzudenken, was Gott wirklich von uns möchte. Wir müssen uns nicht von den
Umständen des Lebens gefangen nehmen lassen: nicht von dem, was in dieser
Welt geschieht, was sie zu bieten hat oder was sie antreibt. Denn all das
kann auch uns Gläubige beeinflussen und
unser Herz in Beschlag nehmen.
Besser ist es, in Ruhe
Gemeinschaft mit Gott zu haben, als rastlos loszulaufen und am Ende doch nur
nach Wind zu haschen. Diese Welt
jagt Dingen hinterher, die keinen bleibenden Bestand haben. Alles, woran sie
sich klammert, ist vergänglich.
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Auch wir können uns davon
anstecken lassen. Wir strecken uns nach Dingen aus, die heute greifbar
erscheinen und morgen schon wieder verschwunden sind. Wir meinen, sie
festhalten zu können, doch sie gleiten uns aus den Händen. Es sind
vergängliche Dinge, wertlose Dinge, Dinge ohne Bestand.
Darum ist es besser, in
aller Ruhe die Gemeinschaft mit Gott zu suchen. Wertvoller ist die Zeit der
Andacht und des Gebets als die ständige
Suche nach dem, was diese Welt verspricht. Darauf will uns der
Prediger aufmerksam machen.
Und natürlich sollen wir
tätig sein. Wir dürfen und sollen fleißig sein: in der
Schule, im Studium, in der
Ausbildung, im Beruf und im Engagement füreinander. Doch wir sollen unsere
Aufgaben in innerer Ruhe tun und unser Herz nicht an Vergängliches hängen.
Besser eine Hand voll Ruhe
als beide Fäuste voll Mühe und Haschen nach Wind.
Das wünsche ich Ihnen von
Herzen.
Pastor Sebastian Schmidt
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